Josefsthal

Wo Josefsthal, das 1727 als ungeliebte Siedlung tiroler Gastarbeiter in der „Hachl “ gegründet wurde, genau beginnt, ist bisweilen umstritten.

Diese einst Zugewanderten blieben jedenfalls dort weiter wohnen, als der Erzabbau schon längst eingestellt war. Sie ließen ihre eine Kuh das Gras auf benachbarten fischhausener Bauernwiesen fressen - ein wohl unvergessenes, aber verjährtes Eigenthumsdelikt ;-), das heutzutage auch mit Remigrationsphantasien nicht mehr zu sühnen ist.

Doch „südlich vom Ankelbach“, ein Vorschlag zur Güte aus dem Jahr 1795, ist wohl für die meisten Bewohner und die Nachbarn in Neuhaus, Fischhausen und Schliersee auch heute noch eine akzeptabele Verortung.

Ganz genau meint google.maps das zu wissen:
Dieser idyllische Wohnort zwischen Kameter-Kapelle, Hachl-Schmied und Aurach-Siedlung ist seit knapp 300 Jahren klar umgrenzt.

Alles andere drumherum ist „ Neuhaus“, auch wenn das manche dort nicht wahr haben wollen ;-).
Man könne „Josefsthaler“ daran erkennen, dass sie im Sommer den obersten Knopf der Strickjacke offen lassen - meint man/frau in Schliersee gerne ;-).


Bundesweit bekannt unter dem Namen "Josefstal" (ohne "h") war bis vor kurzem auch das Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefstal.

Bundesweit bekannt dank instagramm & und google ist (leider) auch der Josefsthaler Wasserfall.
Umstritten bis heute ist die Inbetriebnahme des Hachelbach - Kraftwerks

Unbestreitbbar dagegen ist, dass in Josefsthal die Sonne ca. 15 Minuten später ihren Höchsstand erreicht als es die mitteleuropäische Normalzeit anzeigt: Lokalzeit eben. Und ganz ohne "Sommerzeit".


Ausschnitt aus der google-maps-Karte (eigene Bearbeitung: WS)

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